Mehr Rente für weniger Geld? Erfahre alles über die Nettopolice
Eine Nettopolice ist eine Rentenversicherung, die nicht die vollständigen
Abschluss- und Vertriebskosten enthält. Stattdessen wird die Beratung bzw. Vermittlung separat vergütet. Dadurch kann ein größerer Anteil des laufenden Beitrags investiert werden. Ob eine Nettopolice im Gesamtvergleich tatsächlich günstiger ist, hängt jedoch vom konkreten Tarif, den Fonds- und Verwaltungskosten, der separaten Vergütung, der Vertragsdauer und den geplanten Beiträgen ab.
Dieser Beitrag erklärt, wie eine Nettopolice funktioniert, worin sie sich von einer Bruttopolice unterscheidet und welche Kennzahlen du vor einer Entscheidung vergleichen solltest.
Was ist eine Nettopolice?
Eine Nettopolice ist im Grunde ein Fonds- oder ETF-Sparplan, der in einen
Versicherungsmantel
gekleidet ist. Sie wird sowohl als
Basisrente,
Riester-Rente, betriebliche Altersvorsorge als auch
private Rentenversicherung angeboten.
Eine Nettopolice enthält
kaum Abschluss- und Vertriebskosten. Stattdessen zahlst du direkt für die Beratung, was oft als Nettotarif oder Honorartarif bezeichnet wird. Abgesehen von den geringeren Abschluss- und Vertriebskosten unterscheidet sich eine Nettopolice sonst nicht von einer Bruttopolice.
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Was ist der Unterschied zwischen einer Nettopolice und einer Bruttopolice?
Der einzige Unterschied zwischen einer Nettopolice und einer Bruttopolice liegt in den Abschluss- und Vertriebskosten. Diese Kosten sind in einer Bruttopolice enthalten und verteilen sich üblicherweise auf die ersten fünf Jahre des Vertrags. In dieser Zeit wird ein Teil deines Sparbeitrags nicht investiert, sondern zur Deckung dieser Kosten verwendet.
Bei einer Nettopolice hingegen, sind diese Kosten verschwindend gering, sodass von Anfang an, ein höherer Anteil deines Beitrags investiert wird. Dies kann langfristig zu einer höheren Ablaufleistung führen, da der
Zinseszinseffekt
stärker greift.
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Der Unterschied zwischen Bruttopolice und Nettopolice - Ein Rechenbeispiel:
Emil Einfach ist 35 Jahre alt und möchte 200 Euro im Monat für seine Altersvorsorge investieren. Er möchte mit 67 Jahren in Rente gehen und legt Wert auf ein
möglichst günstiges Investment in ETFs. Sein Versicherungsmakler stellt ihm daher die Netto- und Bruttopolice, bei welchen ein ETF auf den Index MSCI World enthalten ist, vor.
Bei der
Bruttopolice sind Abschlusskosten i.H.v. 1.879,80 Euro enthalten, die auf die ersten fünf Versicherungsjahre verteilt werden.
In den ersten zehn Jahren werden sogenannte übrige Kosten bzw. Verwaltungskosten von 264 Euro pro Jahr abgezogen.
Ab dem elften Vertragsjahr, bis zum Ende, werden jährlich 102 Euro übrige Kosten einbehalten.
Vom Vertragsbeginn an bis zum letztendlichen Rentenbeginn, werden monatlich 0,033 % des Policenwerts bzw. mindestens 2 Euro weitere Verwaltungskosten entnommen.
Für die Fondsverwaltung des gewählten ETF fallen jährlich 0,2 % des Policenwerts an.
Über die Vertragslaufzeit würden - vorausgesetzt der Beitrag wird nicht verändert und Emil tätigt auch keine Zuzahlungen - Gesamtkosten i.H.v. 16.302,51 Euro anfallen, wovon 4.266,26 Euro auf die Fondsverwaltung entfallen würden. Das Vertragsangebot weißt Effektivkosten i.H.v. 1,28 % aus.
Würde sich der ausgewählte ETF mit durchschnittlich 6 % pro Jahr entwickeln, so käme Emil auf ein Vertragskapital von 174.013,49 Euro.
Übrigens: Von jeder Zuzahlung würden einmalig 5 % Abschluss- und Vertriebskosten sowie 0,5 % Verwaltungskosten einbehalten werden.
Die
Nettopolice würde hingegen bei Gesamtkosten i.H.v. 10.846,07 Euro, wovon 4.897,96 Euro auf die Fondsverwaltung entfallen würden, stehenbleiben. Dem entsprechend lägen die Effektivkosten lediglich 0,6 % und Emil würde ein Gesamtkapital von 199.489,77 Euro erreichen.
Mit der Nettopolice würde Emil gute
25.000 Euro mehr
erreichen als mit der Bruttopolice.
Rechenbeispiel: Nettopolice vs. Bruttopolice
Geburtsdatum 01.01.1989/ Endalter 67/ Versicherungsbeginn 01.09.2024/ Monatsbeitrag 200 Euro/ Keine Beitragsdynamik/ Investition in iShares Core MSCI World UCITS ETF USD Accu
Die Berechnung ist ein vereinfachtes Beispiel auf Grundlage der jeweiligen Angebotsunterlagen. Unterstellt werden konstante Beiträge, eine gleichbleibende Wertentwicklung und unveränderte Vertragsbedingungen. Die separate Vergütung für Beratung bzw. Vermittlung, mögliche Steuern, Beitragsänderungen, Dynamiken, Zuzahlungen und Kosten in der Rentenphase sind nur berücksichtigt, soweit dies ausdrücklich angegeben ist. Die angenommene Wertentwicklung ist keine Prognose. Tatsächliche Ergebnisse können erheblich abweichen.
Kostenvorteil Nettopolice: 5.474, 44 €
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Was sind die Vorteile einer Nettopolice?
- Keine Abschluss- und Vertriebskosten: Die Kosten für den Abschluss und Vertrieb entfallen fast vollständig, was die Nettopolice insgesamt günstiger macht.
- Höhere Ablaufleistung: Dank der geringen Abschlusskosten wird von Anfang an ein höherer Betrag investiert, was zu einer höheren Rendite führt.
- Geringere Kosten auf Zuzahlungen: Bei einer Nettopolice sind die Kosten für Zuzahlungen ebenso günstiger.
Was sind die Nachteile einer Nettopolice?
- Hohe finanzielle Belastung auf einen Schlag: Da die Beratung und Vermittlungskosten direkt zu zahlen sind, kann dies zu einer hohen Einmalzahlung führen, was bei einer Bruttopolice hingegen in Raten über die Vertragslaufzeit abgerechnet wird.
- Eingeschränkte Produktauswahl: Nicht alle Versicherungsanbieter bieten Nettopolicen an. Daher ist die Auswahl an Produkten begrenzt.
- Bei geringen Sparraten vergleichsweise teuer: Da die Kosten für die Vermittlung unabhängig von der Sparrate zu entrichten sind, kann es bei kleinen Beiträgen passieren, dass das Honorar höher ausfälltt als die Kosten einer Bruttopolice.
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Was kostet eine Nettopolice?
Auch eine Nettopolice verursacht Kosten, allerdings sind diese meist geringer als bei einer Bruttopolice.
Die Effektivkosten - also die Kosten um die sich die Vertragsrendite pro Jahr mindert - variieren zwischen etwa 0,5% und 1,5% je nach Anbieter, Tarif und wie du deinen Vertrag ausgestalten lässt. Beispielweise können aktiv gemanagte Fonds höhere Fondsverwaltungskosten mit sich bringen.
Die Effektivkosten setzen sich unter anderem aus den Verwaltungskosten, den Kosten der Geldanlage (z.B. Fondskosten) und ggf. Beratungskosten zusammen. Jede Versicherungsgesellschaft hat ihre eigene Form die Kosten darzustellen und häufig ist es recht undurchsichtig und für den Laien kaum zu verstehen.
Dein
Versicherungsmakler kann dir die, von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich berechneten,
Vertragskosten in eine einheitliche Form bringen, so dass ihr transparent vergleichen könnt.
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Wie finde ich den richtigen Anbieter für eine Nettopolice?
Bei der Auswahl eines Anbieters für eine Nettopolice solltest du vor allem auf folgende Kriterien achten:
Effektivkosten,
Rentenfaktor, und die
Finanzstärke
des Versicherers. Ein Vergleich verschiedener Angebote ist unerlässlich. Um die passende Nettopolice zu finden, solltest du auf die Expertise eines erfahrenen
Versicherungsmaklers zurückgreifen.
Wir empfehlen
Eine Nettopolice
kann eine attraktive Option für deine Altersvorsorge sein, besonders wenn du Wert auf eine kostengünstige Lösung legst. Sie bietet dir die Möglichkeit, mehr von deinem Sparbeitrag tatsächlich zu investieren und so eine höhere Ablaufleistung zu erzielen. Allerdings solltest du die einmaligen Kosten für Beratung und Vermittlung im Blick behalten und sicherstellen, dass du ein passendes Angebot findest.
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Wenn du mehr über Nettopolicen erfahren möchtest oder eine individuelle Beratung wünschst, zögere nicht, dich bei uns zu melden. Buche
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kostenloses Erstgespräch und finde heraus, ob eine Nettopolice die richtige Wahl für deine Altersvorsorge ist.
Bis dahin, bleibe kritisch!
Dein Alex Kukovic