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Nachhaltigkeit bei Fonds und ETFs - Worauf du achten solltest

23. Juli 2026

Warum ein „nachhaltiger“ ETF nicht automatisch zu deinen persönlichen Werten passt

ESG-Symbole mit Lupe vor Bambuslandschaft für Nachhaltigkeit bei Finanzanlagen

Nachhaltigkeit bei der Kapitalanlage ist ein persönliches Thema. Was für den einen verantwortungsvoll ist, muss nicht unbedingt zu den Überzeugungen des anderen passen. Wir ordnen Verordnungen für Fonds und ETFs ein und zeigen auf, wo die Grenzen solcher "Gütesiegel" liegen und warum eine Kapitalanlage zuerst immer deinen persönlichen Werten entsprechen sollte.

Immer mehr Menschen berücksichtigen bei der Kapitalanlage auch Nachhaltigkeitskriterien und orientieren sich dafür an Bezeichnungen, Ratings oder Klassifizierungen.


Kapitalanleger möchten mit ihrem Geld häufig keine Unternehmen finanzieren, die Menschenrechte verletzen, hohe Umweltschäden verursachen oder in kontroversen Geschäftsfeldern tätig sind. Gleichzeitig benötigen Wirtschaft und Infrastruktur Investitionen, um Energieversorgung, Mobilität, Produktion und Gebäude langfristig klimaverträglicher und ressourcenschonender auszurichten.


Die Europäische Union hat deshalb verschiedene Regelwerke für nachhaltige Finanzprodukte geschaffen. Sie sollen Nachhaltigkeitsinformationen transparenter und vergleichbarer machen und irreführende Aussagen erschweren.


Doch auch die beste Regulierung beantwortet eine entscheidende Frage nicht vollständig: Was bedeutet Nachhaltigkeit für dich persönlich?


Ein ETF zum Beispiel, kann regulatorisch als nachhaltigkeitsbezogen eingeordnet sein und trotzdem Unternehmen enthalten, deren Geschäftstätigkeiten nicht mit deinen persönlichen Überzeugungen vereinbar sind. Deshalb sollten Nachhaltigkeitskategorien, ESG-Ratings und Siegel als Orientierung dienen. Sie ersetzen deine individuelle Nachhaltigkeitsprüfung nicht.

Nachhaltige Kapitalanlage: Das Wichtigste in Kürze


Nachhaltigkeit ist individuell

Unterschiedliche Menschen setzen unterschiedliche ökologische, soziale und ethische Prioritäten.


Die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele sind ein politischer Orientierungsrahmen

Sie sind keine gesetzliche Garantie für ein nachhaltiges Investment.


Die EU-Taxonomie klassifiziert wirtschaftliche Tätigkeiten

Sie beurteilt nicht pauschal das gesamte Unternehmen oder den ETF, in dem das Unternehmen enthalten ist.


Die EU-Offenlegungsverordnung regelt nachhaltigkeitsbezogene Informationen

Die Einordnung nach Art. 6, Art. 8 oder Art. 9 ist kein Qualitäts- oder Renditesiegel.


ESG-Ratings beruhen auf unterschiedlichen Methoden

Ein gutes Rating muss nicht automatisch deinen persönlichen Wertvorstellungen entsprechen.


Nachhaltigkeit führt nicht automatisch zu mehr oder weniger Rendite

Kosten, Bewertung, Diversifikation, Anlagehorizont und die konkrete Strategie bleiben entscheidend.


Die Regulierung entwickelt sich weiter

Die geplante Reform der Offenlegungsverordnung zeigt, dass auch die bisherige Systematik noch nicht als endgültige Lösung angesehen wird. Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und somit die Durchdringung in der Wirtschaft nehmen stetig zu.

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Was bedeutet Nachhaltigkeit bei der Kapitalanlage?

Bezeichnungen wie „grün“, „klimafreundlich“, „verantwortungsvoll“ oder „nachhaltig“ wurden lange verwendet, ohne dass private Anleger die zugrunde liegenden Kriterien zuverlässig vergleichen konnten.


Werden die Umwelt- oder Sozialvorteile eines Finanzprodukts unbelegt, übertrieben oder irreführend dargestellt, spricht man von Greenwashing.


Die europäische Sustainable-Finance-Regulierung soll deshalb einen verlässlicheren Informationsfluss zwischen Unternehmen, Produktanbietern, Beratern und Anlegern schaffen. Gleichzeitig sollen irreführende Nachhaltigkeitsaussagen und Greenwashing erschwert werden.


Es sollen sich einheitliche Nachhaltigkeitskriterien und nachvollziehbare Bewertungsmaßstäbe für Finanzprodukte, wie Fonds und ETFs, ergeben. Anhand einer einheitlichen Einordnung sollen private Anleger transparenter einschätzen können, ob und inwieweit ein ETF tatsächlich nachhaltig investiert.


Die sich ergebende SFDR-Klassifizierung bzw. Produktkategorisierung soll nachvollziehbarer machen:

  • welche Nachhaltigkeitsmerkmale ein Produkt verfolgt,
  • wie diese Merkmale in der Anlagestrategie umgesetzt werden,
  • welche negativen Auswirkungen berücksichtigt werden,
  • und welche Angaben regelmäßig veröffentlicht werden.


In diesem Beitrag fokussieren wir uns auf die sogenannte EU-Offenlegungsverordnung und EU-Taxonomieverordnung. Beide Verordnungen sollen eine nachhaltige Einschätzung des Investments vereinfachen. Sie resultieren sozusagen aus den 17 Zielen zur nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen.

Für Fonds und ETFs sind insbesondere drei Orientierungssysteme relevant

Orientierung Zentrale Frage
UN-Nachhaltigkeitsziele Welchen globalen Nachhaltigkeitszielen kann eine Investition zugeordnet werden?
EU-Offenlegungsverordung (SFDR) Welche Nachhaltigkeitsinformationen muss ein Finanzprodukt offenlegen?
EU-Taxonomie Wann gilt eine konkrete wirtschaftliche Tätigkeit als ökologisch nachhaltig?
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Die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung

Die Vereinten Nationen verabschiedeten 2015 die Agenda 2030. Im Kern wurden 17 Sustainable Development Goals, kurz SDGs, mit insgesamt 169 Unterzielen, formuliert.


Die SDGs bilden einen gemeinsamen politischen und gesellschaftlichen Rahmen für nachhaltige Entwicklung. Sie richten sich jedoch in erster Linie an Staaten und die internationale Gemeinschaft. Sie sind keine eigenständige Fondsklassifizierung und keine gesetzliche Bestätigung, dass ein Investment nachhaltig ist.


In der Regel verfolgt ein Unternehmen nicht unbedingt alle 17 Ziele mit denselben Bemühungen. Ein ETF-Anbieter wiederum trifft auch eine eigene Auswahl, nach welchen Zielen er die Unternehmen für seinen ETF auswählt. Manche Anbieter betrachten die Umsätze der Unternehmen. Andere bewerten Produkte, Investitionen, Unternehmensziele oder einen vermeintlichen Beitrag zu einzelnen Nachhaltigkeitszielen.


Eine SDG-Zuordnung kann eine erste Orientierung bieten. Sie sagt allein jedoch wenig darüber aus, wie relevant der tatsächliche Beitrag ist und welche negativen Auswirkungen das Unternehmen möglicherweise gleichzeitig verursacht. 

Für Fonds und ETFs sind insbesondere drei Orientierungssysteme relevant

Infografik über die 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung: Sustainable Development Goals (SDG)
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Wie kann Nachhaltigkeit bei der Kapitalanlage berücksichtigt werden?

Für die Kapitalanlage sind zwei europäische Regelwerke besonders wichtig:

  1. Die EU-Offenlegungsverordnung, SFDR
  2. Die EU-Taxonomie-Verordnung


Beide Regelwerke hängen zusammen, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben. Vereinfacht gesagt: Die SFDR regelt die Information über das Produkt. Die EU-Taxonomie klassifiziert bestimmte wirtschaftliche Tätigkeiten.

Regelwerk Zentrale Aufgabe Nutzen für Anleger
EU-Offenlegungsverordung (SFDR) Regelt, welche nachhaltigkeitsbezogenen Informationen veröffentlicht werden müssen Hilft, Nachhaltigkeitsmerkmale, Ziele, Risiken und negative Auswirkungen eines Produkts zu beurteilen
EU-Taxonomie Definiert Kriterien für ökologisch nachhaltige wirtschaftliche Tätigkeiten Zeigt, welcher Anteil bestimmter Investitionen nach den EU-Kriterien als ökologisch nachhaltig eingestuft werden kann

Die EU-Offenlegungsverordnung: Was bedeuten Art. 6, Art. 8 und Art. 9?

Die Sustainable Finance Disclosure Regulation, kurz SFDR, soll Transparenz darüber schaffen, wie Finanzmarktteilnehmer und Finanzprodukte mit Nachhaltigkeit umgehen.


Sie unterscheidet unter anderem

  • Nachhaltigkeitsrisiken
  • Ökologische oder soziale Merkmale
  • Nachhaltige Investitionen
  • Nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen
  • Nachhaltige Anlageziele


Art. 6, Art. 8 und Art. 9 werden am Markt häufig als SFDR-Kategorien bezeichnet. Ursprünglich handelt es sich jedoch um unterschiedliche Offenlegungsbestimmungen und nicht um staatliche Gütesiegel. Die numerische Systematik ist auch keine einfache Rangfolge von schlecht über etwas nachhaltig bis besonders nachhaltig. 

SFDR-Kategorien nach EU-Offenlegungsverordnung

Infografik im Bamboo Stil zum Vergleich von Artikel 6, 8 und 9 Fonds
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Was sind Nachhaltigkeitsrisiken?

Ein Nachhaltigkeitsrisiko beschreibt ein Ereignis oder eine Bedingung aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, das bzw. die den Wert einer Kapitalanlage negativ beeinflussen kann.


Beispiele sind:

  • Steigende CO₂-Kosten
  • Klimabedingte Produktionsausfälle
  • Umweltklagen
  • Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten
  • Korruption
  • Reputationsschäden
  • Neue regulatorische Anforderungen


Bei Nachhaltigkeitsrisiken geht es damit um die Frage, wie Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren die finanzielle Entwicklung deiner Anlage beeinflussen können.



Davon zu unterscheiden ist die Frage, welche positiven oder negativen Auswirkungen deine Investition auf Umwelt und Gesellschaft hat.

Drei unterschiedlich große Töpfe mit Münzen und Bambus, beschriftet mit Cash, Wachstum & Zukunft

Organisiere deine Finanzen nach dem Drei-Topf-Modell

Das Drei-Topf-Modell ist eine flexible Finanzstrategie, bei der du dein Kapital in drei Töpfe aufteilst: einen Liquiditätstopf für kurzfristige Ausgaben, einen Wachstumstopf für mittelfristige Investitionen und einen Zukunftstopf für die Altersvorsorge. Diese Struktur stellt sicher, dass du auf unvorhergesehene Ausgaben reagieren kannst und gleichzeitig für größere Ziele und das Alter vorsorgst. Der Erfolg hängt von Regelmäßigkeit, Flexibilität und frühzeitiger Planung ab. Durch das Modell profitierst du vom Zinseszinseffekt und kannst dein Geld effizient für deine Lebensziele arbeiten lassen. 

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Die EU-Taxonomie: Was gilt als ökologisch nachhaltig?

Die EU-Taxonomie ist ein Klassifikationssystem für wirtschaftliche Tätigkeiten von Unternehmen. Sie schafft gemeinsame Kriterien dafür, wann eine unternehmerische Tätigkeit als ökologisch nachhaltig eingestuft werden kann.


Sie bewertet ein Unternehmen nicht vollstänidg. Ein Unternehmen kann mehrere Tätigkeiten ausüben, von denen einzelne taxonomiekonform sind und andere nicht.


Auch ein Fonds bzw. ETF ist nicht entweder vollständig taxonomiekonform oder vollständig nicht taxonomiekonform. Entscheidend ist, welcher Anteil seiner Investitionen den entsprechenden Kriterien entspricht.


Damit eine wirtschaftliche Tätigkeit als taxonomiekonform gilt, muss sie grundsätzlich vier Bedingungen erfüllen:

  • Sie leistet einen wesentlichen Beitrag zu mindestens einem Umweltziel.
  • Sie beeinträchtigt keines der anderen Umweltziele erheblich (Do No Significant Harm – DNSH).
  • Sie erfüllt soziale Mindestschutzstandards.
  • Sie entspricht den technischen Bewertungskriterien.


Ein ausgewiesener Taxonomieanteil kann dir zeigen, welcher Teil eines Finanzprodukts nach den europäischen Kriterien in ökologisch nachhaltige Tätigkeiten investiert.


Er beantwortet jedoch nicht automatisch:

  • Ob das gesamte Unternehmen deinen persönlichen Wertvorstellungen entspricht
  • Ob soziale Ziele besonders stark berücksichtigt werden
  • Ob das Produkt gut diversifiziert ist
  • Ob die Kosten angemessen sind
  • Ob das Risiko zu dir passt
  • Ob mit der Anlage eine bessere Rendite erzielt wird 

Die EU-Taxonomie ist eine Orientierung, aber kein vollständiges Anlageurteil.

Sechs Umweltziele der EU-Taxonomie als Bambusgrafik
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Die sechs Umweltziele der EU-Taxonomie sind

  1. Klimaschutz
  2. Anpassung an den Klimawandel
  3. Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen
  4. Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
  5. Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
  6. Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme 

Bei welchen Produkten kann Nachhaltigkeit berücksichtigt werden?

Nachhaltigkeit ist nicht auf einzelne Nachhaltigkeitsfonds oder ESG-ETFs beschränkt. Wenn man bedenkt, dass ein ETF kein selbständiges Unternehmen ist, sondern von einem solchen angeboten wird, dann kann auch die Gesellschaftsebene betrachtet werden. Selbiges gilt für eine Versicherungsgesellschaft, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung anbietet: Wie nachhaltig wirtschaftet die Gesellschaft selbst? Wie nachhaltig wird das Sicherungsvermögen angelegt?

Nachhaltigkeit im weitesten Sinne kann somit immer und überall berücksichtigt werden. Auf Finanzebene sind zwei relevante Ebenen die Produkt- und die Gesellschaftsebene.

Produkt Nachhaltigkeitsebenen Zu prüfen
ETF Auswahl und Gewichtung des zugrunde liegenden Index Indexmethode, Ausschlüsse, ESG-Rating, tatsächliche Einzeltitel
Aktiv gemanagter Investmentfonds Fondsauswahl, Ausschlüsse, ESG-Integration, Stimmrechte SFDR-Angaben, Anlagerichtlinien, Mindestanteile, PAI
Fondspolice Fondsauswahl, Anlagekonzept, Nachhaltigkeitsstrategie des Versicherers Fondsportfolio, Verrentung, Sicherungsvermögen, Anbieterstrategie
Klassische oder hybride Rentenversicherung Sicherungsvermögen, ggf. Fondsbausteine Kapitalanlagepolitik des Versicherers, Nachhaltigkeitsbericht, Garantien und Überschussbeteiligung
Sachwertanlagen Projekt, Betreiber, Anlageobjekt und Finanzierung Tatsächliche Wirkung, Projekt- und Liquiditätsrisiken, Laufzeit, Interessenkonflikte
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Nachhaltigkeitsanalyse am Beispiel einer Fondspolice

Bei einer Fondspolice - oder auch bei klassischen Rentenversicherungen - kann die Beurteilung, ob das Investment zu den persönlichen Nachhaltigkeitspräferenzen passt, auf mehreren Ebenen erfolgen. Je nach Produkt erfolgt die Investition nämlich nicht nur in die ausgewählten ETFs, sondern auch in Wertsicherungsfonds, Garantiefonds und das Sicherungsvermögen der Gesellschaft.


1. Auf Unternehmensebene verfolgen mittlerweile die meisten Versicherer eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie und informieren darüber auf ihrer Website. Denn bei vielen Rentenversicherungen wird auch während der Ansparphase nicht ausschließlich in Fonds und ETFs investiert, sondern ebenso in das Sicherungsvermögen des Versicherers. Die meisten Produkte, auch die fondsgebundenen, sehen weiterhin die Verrentung über das Sicherungsvermögen vor. Wie nachhaltig die ausgewählte Gesellschaft jenes Vermögen anlegt, kann ein Beurteilungskriterium für den Anleger sein.


2. Auf Fondsebene können, je nach Anbieter, unterschiedlich viele Fonds bzw. ETF mit Nachhaltigkeitsmerkmalen integriert werden. Häufig wird nach der Offenlegungsverordnung kategorisiert. Entscheidet man sich für ein vom Versicherer gemanagtes Fondskonzept, werden auch dafür Nachhaltigkeitsmerkmale ausgewiesen.

Ein Klemmbrett mit der Überschrift FAQ Fondspolice steht vor Bambus und Berglandschaft.

Vermögensaufbau und Altersvorsorge mit der Fondspolice

Eine Fondspolice verbindet die Chancen einer langfristigen Fonds- oder ETF-Anlage mit den Möglichkeiten einer privaten Rentenversicherung. Doch wie flexibel ist sie wirklich, welche Kosten entstehen und wann greifen steuerliche Vorteile? In diesem FAQ beantworten wir die 20 häufigsten Fragen zu Fondsanlage, Auszahlungen, lebenslanger Rente, Todesfallleistung, Vertragsänderungen und Risiken. So erfährst du, worauf du bei der Auswahl achten solltest und welche Rolle eine Fondspolice in deiner persönlichen Altersvorsorge spielen kann.

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Ausblick: Welche Regularien konnten bald in Kraft treten?

Die Europäische Kommission hat deshalb im November 2025 eine grundlegende Reform der Offenlegungsverordnung vorgeschlagen. Die Reform soll die bisherigen Offenlegungskategorien durch drei freiwillige Produktkategorien ersetzen:


  1. Sustainable: Für Produkte, die in bereits nachhaltige Unternehmen, Tätigkeiten oder Vermögenswerte investieren sollen.
  2. Transition: Für Produkte, die Unternehmen und Projekte auf einem glaubwürdigen Weg zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise finanzieren sollen.
  3. ESG Basics: Für Produkte, die verschiedene ESG-Ansätze berücksichtigen, aber nicht die Anforderungen der Sustainable- oder Transition-Kategorie erfüllen.


Nach dem Vorschlag müssten grundsätzlich mindestens 70 % des Portfolios die jeweilige Nachhaltigkeitsstrategie unterstützen. Zusätzlich sollen bestimmte besonders schädliche Tätigkeiten ausgeschlossen werden. Nachhaltigkeitsbezogene Aussagen in Fondsnamen und Marketingunterlagen sollen künftig stärker an die Einordnung in eine dieser Kategorien gebunden sein. Dadurch sollen Produkte leichter vergleichbar und irreführende Nachhaltigkeitsaussagen erschwert werden.


Der Rat der EU beschloss im Juni 2026 seine Verhandlungsposition. Das Europäische Parlament muss noch eine eigene Position festlegen. Erst danach können die Institutionen über den endgültigen Gesetzestext verhandeln.

Stand 22. Juli 2026: Die Reform befindet sich weiterhin im europäischen Gesetzgebungsverfahren und ist noch nicht geltendes Recht.

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Wie berücksichtigt bamboo finance Nachhaltigkeit bei der Kapitalanlage?

Bei bamboo finance erarbeiten wir zuerst deine individuellen Nachhaltigkeitspräferenzen. Anschließend prüfen wir, wie sich diese innerhalb deiner Investmentstrategie berücksichtigen lassen und welche Fonds, ETFs oder anderen Lösungen sowohl zu deinen persönlichen Grundsätzen als auch finanziellen Zielen passen.


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Dein Alex Kukovic

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Porträt von Alexander Kukovic - Finanzberater. Das Bild zeigt ihn im Anzug am Tisch, freundlich und kompetent im Blick.

Über den Autor:

Alexander ist seit 2006 als Berater für Privatkunden in der Versicherungsbranche tätig. Der studierte Versicherungsmakler (Abschluss im Versicherungswesen an der Fachhochschule Köln) gilt als Experte in den Bereichen Arbeitskraftabsicherung, private Krankenversicherung sowie Altersvorsorge.


Sein Leitspruch "Amat victoria curam" – übersetzt als "Der Sieg liebt die Vorbereitung" – bildet das Fundament seiner Arbeit. Alexander legt besonderen Wert darauf, dass seine Mandanten die von ihm empfohlenen Versicherungen vollumfänglich verstehen. Dabei verfolgt er einen strukturierten und konzeptionellen Ansatz, um eine umfassende Vorbereitung sicherzustellen.

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